|
LIPPSTADT - Die Zahlungsmoral ist heute vielfach schlecht. Und deshalb haben Inkasso-Fachleute alle Hände voll zu tun. "Forderungs-Management" heißt das auf neudeutsch. Dabei spielt auch die Computerunterstützung eine große Rolle. Bundesweit führender Anbieter von Inkasso-Programmen ist nach eigener Einschätzung die Ferber Software GmbH aus Lippstadt. Sie hat jetzt ihren umfangreichsten Auftrag der Firmengeschichte abgeschlossen: Ein Großprojekt für die Norisbank AG in Nürnberg. Im Vorfeld hatten sich die Lippstädter gegen Mitbewerber aus dem In- und Ausland durchgesetzt.
Die Anforderungen waren hoch. Als im August 2004 die Projektleiter Dr. Ingo Rieping (Ferber-Software) und Bernhard Kellermann (Abteilungsleiter gerichtliches Mahnwesen der Norisbank) den Startschuss zu diesem Projekt gaben, galt es einen Anforderungskatalog mit über 600 klar definierten Punkten zu bearbeiten. Innerhalb eines Jahres investierte der Software-Anbieter aus dem Cartec-Technologiezentrum mehr als 1000 Personentage in Lippstadt und Nürnberg in die maßgeschneiderte Anpassung des Programms. Doch dieser Aufwand hat sich gelohnt: Nicht nur pünktlich, sondern deutlich eher als geplant, konnten die beiden Projektleiter nun Vollzug melden.
Die Norisbank, seit 2003 eine Tochter der DZ BANK AG, gehört zu den führenden Anbietern im deutschen Konsumentenkredit-Geschäft und gilt als Ratenkreditspezialist im genossenschaftlichen Finanz-Verbund. Die Bank beschäftigt bundesweit rund 1200 Mitarbeiter und verfügt über 99 Filialen.
Die Firma Ferber Software beschäftigt heute rund 30 Mitarbeiter und verbucht seit ihrer Gründung Anfang der 90-er Jahre ein Umsatzwachstum, das jedes Jahr "mindestens im zweistelligen Prozentbereich" liegt, wie es im Internet-Auftritt des Unternehmens heißt. Zu seinen Kunden zählen Banken, Versicherungen und Inkasso-Unternehmen.
Thilo Feuchtmann, Norisbank (3. v.r.), freut sich mit Geschäftsführer Matthias Ferber (links) aus Lippstadt und den Projektleitern über den abgeschlossenen Großauttrag.
|