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So soll der erste Bauabschnitt für den Neubau von Ferber Software an der Ecke Südtangente/Erwitter Straße aussehen. Auf dem Grundstück hat das Unternehmen noch Platz für einen Ausbau.
Ferber Software stellte die Pläne für ein eigenes Bürogebäude an Südtangente vor
Lippstadt (-ger). Die Software-Schmiede Ferber-Software hat am Donnerstag in Gegenwart von Bürgermeister Christof Sommer und Wirtschaftsförderer Wilhelm Coprian detaillierte Pläne für ihr Neubauvorhaben an der Konrad-Adenauer-Allee (wir berichteten exklusiv) vorgestellt. Dazu präsentierte Architekt H. Bernd Passgang die im Büro Passgang und Sprengkamp entwickelten Pläne. Das Lippstädter Unternehmen ist im Technologiezentrum CarTec an der Erwitter Straße an seine Grenzen gestoßen und möchte nahe des Hauptbahnhofes einen viergeschossigen Neubau mit Staffeletage schaffen, in der auf einer Fläche von 200 qm auch öffentliche Gastronomie entstehen soll. Der auf Inkasso-Software spezialisierte Betrieb mit renommierten Referenzunternehmen wie Team!Bank oder arvato infoscore beschäftigt heute 60 Mitarbeiter und wird in einem ersten Bauabschnitt einen Komplex mit 2.300 qm Fläche verwirklichen. Die Fertigstellung ist für das 1. Halbjahr 2009 vorgesehen.
Ferber Software schafft nicht nur räumlich Platz für Wachstum, das Unternehmen hat auch ein ehrgeiziges Unternehmensziel. Mit dem elektronischen Forderungsmanagement „IKAROS” wollen die Lippstädter zum Marktführer in Europa aufsteigen. Die Projekt-Idee war 1989 entstanden, in diesem Jahr gibt es bereits 150 Anwender, informierte Geschäftsführer Matthias Ferber. Seit der Gründung geht es steil nach oben. Bislang, so der Firmenchef, habe es nur ein Jahr mit einem Umsatzsprung von weniger als 20 Prozent gegeben. Gegenwärtig nutzt Ferber Software im CarTec bereits eine Netto-Bürofläche von 700 qm, kann dort aber nicht mehr weiter wachsen. Jochen Schneiders, erster Mitarbeiter und heute Mitgeseilschafter, stellte den Dienstleistungsgedanken des Unternehmens heraus. „IKAROS” werde laufend angepasst und weiterentwickelt. Nach dem Leitmotiv „Was immer Sie fordern” stelle das Unternehmen passgenaue Lösungen für die Kunden bereit, pflege das Finanz-Navigationssystem und sei darüber hinaus beratend und helfend tätig. In einem aus zehn Mitgliedern bestehenden Anwenderbeirat, der mehrmals im Jahr zusammenkomme, und bei einem jährlich stattfindenden Anwendertreffen im größeren Kreis werde dieser Dienstleistungsgedanke forciert. Ferber Software, unternahm Schneiders einen Ausblick, arbeite unterstützend bei SEPA (Single Euro Payment Area) und dem Rechtsdienstleistungsgesetz und strebe darüber hinaus eine Kooperation mit einem der großen IT-Beratungshäuser im Versicherungsbereich an.
„Ich finde die Lage ausgesprochen spannend”, schwärmte Architekt Passgang vom Standort an der neuen Südtangente und gegenüber dem ebenfalls geplanten Südertor Ost. Die Entscheidung für einen Neubau an dieser Stelle sei eine „gute und kluge Entscheidung”. Bereits in der ersten Bauphase werde es von vornherein ein komplettes Gebäude geben. Der relativ klassische Baukörper soll nach den gegenwärtigen Planungen im Erdgeschoss einen Gastronomiebetrieb aufnehmen können, Einzelheiten dazu nannte Passgang aber noch nicht. Clou wird das Staffelgeschoss mit einer aus Stahl, Glas und Alu gestalteten Rotunde sein, die einen teilbaren Veranstaltungsraum aufnehmen wird. Die gesamte Fassade soll laut Passgang „sehr wertig” aussehen.
Bürgermeister und Wirtschaftsförderer äußerten sich begeistert über die Baupläne. „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung”, bekräftigte Sommer, vor allem, dass Ferber in Lippstadt bleibe. Unternehmensnahe Dienstleistungen seien nicht nur vor Ort eher noch unterpräsentiert, deshalb sei die Entwicklung des Unternehmens umso erfreulicher.
Wirtschaftsförderer Coprian erinnerte an die Anfänge von Ferber-Software im CarTec vor acht Jahren auf einer 148 qm. Mittlerweile sei es das größte Unternehmen im Zentrum.
Firmenchef Mathias Ferber (3.v.l.), Mitgesellschafter Jochen Schneiders (1.) und Projektleiterin Nicole Niehage freuen sich auf die Verwirklichung der Neubaupläne, zu denen Bürgermeister Christof Sommer (4.v.l.), Wirtschaftsförderer Wilhelm Coprian (2.v.l.), Joachim Dreibrodt vom Fachdienst Liegenschaften (r.) und Architekt H. Bernd Passgang (2.v.r.) das Unternehmen beglückwünschen.
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