2008-03-08, Westfalenpost, Ein Betrieb mit vielen Ambitionen

Ehrgeiziges Vorhaben am Südertor: Ferber-Software wird das Technologiezentrum verlassen, expandieren und diesen vierstöckigen Neubau verwirklichen. Dafür investiert das Unternehmen einen vermutlich siebenstelligen Betrag.

Vom Einmann-Unternehmen zum Arbeitgeber für bereits 60 Beschäftigte geworden

Von Jürgen Kortman

LIPPSTADT. Dieses Unternehmen ist eine echte Lippstädter Erfolgsgeschichte: Matthias Ferber startete 1990 ganz klein als Einmann-Betrieb zur Finanzierung seines Studiums, war mit seiner Geschäftsidee erfolgreich, expandierte im Jahr 2000 ins Technologiezentrum „CarTec“ und wird sich demnächst an markanter und prägnanter Stelle im Lippstädter Süden niederlassen.

1991 gab es die ersten beiden noch nebenberuflichen Mitarbeiter, 1996 kam mit Jochen Schneiders der erste hauptamtliche dazu, der nach der Umwandlung in eine GmbH 1997 zum Mitgeseilschafter wurde. Mittlerweile beschäftigt Ferber-Software in Lippstadt 60 Mitarbeiter. Seit Unternehmensgründung wächst der Betrieb jährlich mindestens im zweistelligen Prozentbereich.

Gemeinsam mit Architekt Bernd Passgang wird derzeit bei dem Software-Spezialisten an der Ausarbeitung des Bauantrags gearbeitet. Das ambitionierte Ziel: Ende des Jahres soll bereits, wenn alles gut läuft, Richtfest am neuen Gebäude schräg gegenüber des Cineplex-Kinos am Südertor sein. In der ersten Jahreshälfte 2009 soll das Gebäude bezogen werden können.

2300 Quadratmeter wird der viergeschossige Neubau umfassen, dazu ein Staffelgeschoss alles in ansprechender Optik, die sich in diesen Stadtbereich einfügen soll, der in den nächsten Jahren vor weiteren großen Veränderungen steht und künftig deutlicher ein Eingangstor zur Innenstadt sein will.

„Das Gebäude soll zu einem modernen und innovativen Softwareunternehmen passen“, sagt Geschäftsführer Matthias Ferber. Ganz bewusst hat er sich für die Innenstadtnähe entschieden. Die Investitionskosten dürften sich im siebenstelligen Bereich bewegen.

Eingerichtet werden in dem Neubau diverse Büroräume für die Mitarbeiter, im oberen Stockwerk dazu ein großer Veranstaltungsraum. Eine Besonderheit: Im Erdgeschoss wird sich ein Gastronomiebetrieb befinden, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist — eine weitere Bereicherung fürs Südertor.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beruht auf einer Inkasso-Software namens „Ikaros“, die Matthias Ferber entwickelt hat. Mittlerweile sei das Unternehmen damit Marktführer in Deutschland geworden, in anderen Ländern ist Ferber-Software auf dem Weg dahin: Erfolgreich angewendet wird seine Software auch im europäischen Ausland, insbesondere in Osterreich und der Schweiz. Das Unternehmen entwickelt nicht nur Software, sondern schneidet sie auch auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Kunden zu.

Und wenn sich diese Erfolgsgeschichte so weiter fortsetzt, stehen ihr räumlich auch keine Grenzen entgegen: Bei Bedarf kann das Gebäude in der Zukunft weiter in Richtung Adenauer-Ring erweitert werden.

Ab 2009 an anderer Stelle anzutreffen: Die 60 Mitarbeiter von Ferber haben sich auf eine Inkasso-Software spezialisiert, mit der sie deutschlandweit schon Marktführer geworden sind.

Matthias Ferber: Ganz klein, als Einmann-Unternehmen, startete seine Karriere.