Als Einmann-Unternehmen gestartet, heute Branchenspezialist:
Auf dem Dachboden der Eltern die erste Software entwickelt
Lippstadt. (tom) Vom elterlichen Dachboden zu einem repräsentativen Bürogebäude in bester Lage - diese Erfolgsgeschichte ist in Lippstadt wahr geworden. Denn als 1989 ein Gymnasiast aus Lippstadt eine Software für ein Inkasso-Unternehmen entwickelte, hätte sich niemand träumen lassen, dass dieser junge Mann, Matthias Ferber, zwanzig Jahre später ein Unternehmen mit 65 Mitarbeitern zusammen mit seinem Geschäftspartner Jochen Schneiders leiten würde - die heutige Firma Ferber-Software.
Der Inkasso-Unternehmer Willi Bürger aus Lippstadt, der 1989 nach einer Software für sein Unternehmen suchte, war auf den Schüler aufmerksam geworden, weil dieser in einer AG des Ostendorf-Gymasiums bei der Erstellung einer Software zur Wahlhochrechnung mitgewirkt hatte. Der Inkasso-Unternehmer sprach den jungen Mann an, und der sah darin eine gute Möglichkeit, sein Studium zu finanzieren. Als 1990 die Firma Ferber-Software gegründet wurde, war es Ziel, eine branchen-spezifische Software zu entwickeln, die bundesweit vertrieben werden sollte. Die erste Zeit war für den jungen Unternehmer, der neben dem Studium Vertrieb, Anwender-Unterstützung und kaufmännische Organisation zu bewältigen hatte, keine leichte. Hilfe bekam er von Kommilitonen, einer von ihnen, Jochen Schneiders, ist heute Mitgesellschafter und zweiter Geschäftsführer. Mit dem jungen Unternehmen wuchs nicht nur die Zahl der Mitarbeiter, sondern auch die der Aufgaben: Die Kunden stellten hohe Anforderungen an die Qualität der Software „IKAROS“ und wünschten sich individuelle Lösungen. Längst war auch der Platz für das Unternehmen, das auf dem elterlichen Dachboden seinen Anfang genommen hatte, zu klein geworden. So wurde zuerst ein Ladenlokal in Bökenförde bezogen, dann stand ein Umzug in den Königshof an, und im Jahr 2000 zog Ferber-Software in das Technologie-Zentrum CARTEC ein. Dies war ein Schritt, den das Unternehmen auch heute noch als eine wichtige Voraussetzung für das kontinuierliche Wachstum sieht. Doch nach acht Jahren war abzusehen, dass auch hier der Platz mittelfristig nicht mehr ausreichen würde.
Matthias Ferber und Jochen Schneiders entschlossen sich zu einem großzügigen Neubau, der dem Software-Haus auch für die Zukunft Möglichkeiten zur Expansion gibt. Bis zu 90 Ferber-Mitarbeiter können hier auf gut 2.000 Quadratmetern Platz zum Arbeiten finden.
• Info: Informationen zum Unternehmen und zur Software „IKAROS“ finden sich auf der Internet-Seite www.ferber-software.de
Die Geschäftsleitung der Ferber Software GmbH Matthias Ferber (l.) und Jochen Schneiders (r.) loben die gute Arbeit der Projektleiter Nicole Niehage (2.v.r.) und Manuel Martin (2.v.l.).
Stadtbildprägender Bau am Südertor:
Ein idealer Arbeitsplatz für 90 Mitarbeiter
Lippstadt. (tom) Nur Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen, können optimale Leistungen vollbringen. Und so wurde bei der Planung des neuen Gebäudes, das am Freitag seiner Bestimmung übergeben wird, daran gedacht, den Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen zu bieten.
Entworfen wurde das Gebäude von den Architekten Passgang und Sprengkamp aus Lippstadt und gebaut von einer Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen einszueins, Stratief und LHB. Die interne Projektleitung hatten Nicole Niehage und Manuel Martin. Alle Beteiligten gemeinsam haben das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss geführt: Der Zeitplan wurde ebenso eingehalten wie die Kostenschätzung, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Rund 90 Mitarbeiter finden hier einen Arbeitsplatz, außerdem gibt es einen Konferenzraum für über 100 Personen sowie 47 eigene Stellplätze auf dem Gelände. Alle Bereiche sind barrierefrei zugänglich, auch eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden. Im Erdgeschoss sollen Räume für ein Ladengeschäft vermietet werden, rund 100 Quadratmeter stehen dem Einzelhandel hier zur Verfügung. Drei Millionen Euro hat dieser Stadtbildprägende Bau in Bahnhofsnähe gekostet, der bei Bedarf noch erweitert werden kann.