Veröffentlichung Standardeinrichtungen zum neuen ZV-Formular

Soeben wurden die neuen Vorgangsvorlagen rund um das neue ZV-Formular im Rahmen der GVFV veröffentlicht und Ihnen auf unserem FTP-Server zur Verfügung gestellt. Eine entsprechende Versandmail mit den Passwörtern zum Entpacken der Zip-Dateien sollten Sie bereits erhalten haben. Die Verwendung des neuen Formulars ist ab dem 01.04.2016 verpflichtend.

In den Zip-Dateien ist je ein Update-Paket mit den neuen Standardeinrichtungen sowie dazugehörigen Dokumentationen enthalten. Dieses Update kann in alle derzeit in Wartung befindlichen IKAROS-Versionen eingespielt werden.

Die Einrichtungen für das Textpaket pro sind derzeit noch in Arbeit, werden aber in Kürze folgen.

Bitte beachten Sie, dass Änderungen im Rahmen des „Reparaturgesetzes“ darin noch nicht enthalten sind, da zum Zeitpunkt der Umsetzung dieses Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Die Änderungen am Formular, die dieses Gesetz mit sich bringt, werden aller Voraussicht nach ab dem 01.06.2016 verbindlich. Wir werden zeitnah entsprechende Updates liefern.

Versionswartung

Wir möchten Sie über die Befristungen der Wartungen verschiedener Versionen informieren:

IKAROS enterprise:

– Version 2014.3, Wartungsende am 30.06.2016

– Version 2015.1, Wartungsende am 30.06.2016

– Version 2015.2, Wartungsende noch nicht festgelegt

– Version 2016.1, Wartungsende noch nicht festgelegt

IKAROS starter/basic/plus:

– Version 2.10, Wartungsende noch nicht festgelegt

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) und EGVP

Am 27. Januar 2016 hat bei uns in Lippstadt ein Workshop zum Thema „Elektronischer Nachrichtenverkehr“ stattgefunden. Dabei ging es insbesondere um das beA und die weitere Verwendung von EGVP. Dieses möchten wir zum Anlass nehmen, Ihnen einige Informationen zu dem Themenkomplex zu geben:

– Die BRAK hat die Einführung des beAs vom 01.01.2016 auf einen noch nicht kommunizierten Termin verschoben, weitere Informationen hierzu stehen uns noch nicht zur Verfügung.

– Wir als Hersteller einer Fachsoftware hängen hier von den leider sehr spärlich zu erhaltenden Informationen ab. Auch Softwarehersteller für die Kommunikationskomponenten für das beA haben leider noch nicht viele Informationen und somit sind wir zusammen noch nicht in der Lage eine Integration mit IKAROS anzubieten.

– Ab dem Erscheinen des beAs können aber über den von der BRAK zur Verfügung gestellten beA-Web-Client in IKAROS generierte Anträge verschickt und Antworten für IKAROS empfangen werden. Ein Austausch der Dateien findet dabei über ein Datenverzeichnis statt.

– Auch wenn die Zugangssoftware „EGVP-Classic-Client“ abgekündigt ist, wird der Übermittlungsweg per EGVP weiterhin zur Verfügung stehen (s. www.egvp.de). Zum Versand von Nachrichten per EGVP existieren noch weiterhin Programme; Ferber-Software empfiehlt den „Governikus Communicator Justiz Edition“, welcher auch für die Benutzung mit IKAROS-GMV freigegeben ist.

– Da der Übertragungsweg per EGVP weiterhin vorhanden und ein für alle zugänglicher Kanal ist, können aus unserer Sicht auch Rechtsanwälte weiterhin – auch parallel zum beA – per EGVP Nachrichten verschicken. Da ein beA-Postfach sich auf einen Rechtsanwalt bezieht, bietet der Versand per EGVP gerade für Kanzleien eine Möglichkeit, dasselbe Postfach mit mehreren Rechtsanwälten gemeinsam zu nutzen.

– Vom Justizministerium Baden-Württemberg haben wir im November 2015 ein offizielles Schreiben erhalten. Darin wurde mitgeteilt, dass bundesweit die Mahngerichte auf demjenigen Wege antworten werden, auf dem der Antragsteller seine Nachricht übermittelt hat. D. h. bei Versand per EGVP wird das Gericht auch per EGVP antworten. Wie andere Gerichte vorgehen werden, ist noch unklar. Allerdings scheint es sehr wahrscheinlich, dass sie das genauso tun werden.

– Auf Anfrage bei der BRAK wurde uns mitgeteilt, dass es keine Verpflichtung für die Rechtsanwälte gibt, ihre Anträge per beA zu verschicken (siehe auch die erste Frage unter „http://bea.brak.de/fragen-und-antworten/„). Im Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs ist zwar festgelegt, dass es spätestens ab 2022 für Rechtsanwälte verpflichtend ist, elektronisch Anträge einzureichen, jedoch ist der Kommunikationskanal nicht vorgeschrieben (z. B. beA, EGVP oder De-Mail).

– Trotzdem ist es für einen Rechtsanwalt wichtig zu prüfen, ob im beA-Posteingang etwas eingegangen ist. Das liegt daran, dass die BRAK jedem Rechtsanwalt ein beA-Postfach einrichtet, sobald er bei ihr registriert wird. Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass eine Nachricht als zugestellt gilt, sobald sie im beA-Postfach angekommen ist, ergibt sich der praktische Zwang für die Rechtsanwälte, ihren beA-Posteingang regelmäßig zu sichten.

Zu diesem Themenkomplex wurden wir von Herrn Kellermann (Mitglied des IKAROS-Anwenderbeirats) auf einen sehr interessanten Blog hingewiesen: http://blog.kanzlei-delhey.de/bmjv-bea/

Dort finden sich u. a. Links zu Stellungnahmen des Justizministeriums und anhängigen Verfahren gegen die BRAK.

Bei Fragen können Sie sich direkt an den Herrn Schürmann wenden.

Seminar Gerichtsvollzieherformular-Verordnung

Infolge der Gerichtsvollzieherformular-Verordnung (GVFV) stehen wichtige Veränderungen an. Die Verordnung gilt bereits ab dem 01.10.2015; das darin definierte Formular für den Vollstreckungsauftrag ist ab dem 01.04.2016 verbindlich zu nutzen.

Wir konnten mit VRiOLG Frank-Michael Goebel einen ausgewiesenen Fachmann gewinnen, uns dieses Thema rechtzeitig vor Inkrafttreten mit vielen Praxistipps näher zu bringen. Natürlich wird auch der Bezug zur Umsetzung in IKAROS durch Rolf Prünte als zuständigen Produktmanager hergestellt.

Wir laden Sie daher herzlich zum Seminar „Der neue Gerichtsvollzieherauftrag nach der Gerichtsvollzieherformular-Verordnung“ ein. Es findet am 10.03.2016 in unserem Hause statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro. Hierin inbegriffen sind die Schulungsunterlagen, die Getränke und ein Mittagessen.

Themen sind dabei unter anderem:

– Der Inhalt der neuen GVFV

– Der zuständige Gerichtsvollzieher

– Die isolierte und kombinierte gütliche Erledigung nach Formular und GVGA

– Die Beantragung der Abnahme der Vermögensauskunft

– Der richtige Zeitpunkt für die Sachpfändung

– Sinn und Unsinn der Fruchtlosigkeitsbescheinigung

– Weisungen zum Vollstreckungsauftrag an Beispielen

– Die Forderungsaufstellung

– Die Umsetzung des ZV-Auftrags in IKAROS

– Erweiterte Möglichkeiten mit dem Textpaket pro

– Änderungen am ZV-Auftrag gem. „Reparaturgesetz“

– …

Bitte setzen Sie sich zur Anmeldung bis zum 19. Februar direkt mit unserem Vertrieb unter vertrieb@ferber-software.de in Verbindung. Bitte beachten Sie, dass das Seminar nur bei ausreichender Teilnehmeranzahl stattfindet.

Update des Gerichtsstandsverzeichnisses (2016-01)

Ein Update des Gerichtsstandsverzeichnisses steht auf unserem FTP-Server unter /kunden/wartung/GSV/ für Anwender mit gültigem Wartungsvertrag zum Download bereit.

Führen Sie das Update bitte mit der Textdatei gsv-2016-01.txt durch, wie im Kapitel „Update des Gerichtsstandsverzeichnisses“ des Anwenderhandbuchs zu IKAROS beschrieben.

Link: gsv-2016-01.zip im ZIP-Archiv herunterladen.

Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass beim Einspielen eines GSV-Updates zuvor gemachte manuelle Änderungen überschrieben werden.